Johann Amos Comenius

Amos Comenius

Der spätere Geistliche und Volkserzieher wurde im Jahr 1592 im ostmährischen Nivnice geboren. Ab 1608
ermöglichte ihm eine kleine Erbschaft den Schulbesuch, zuerst in Prêrov, später (1611) in Herborn an der calvinistischen Hohen Schule. Nach seiner Rückkehr nach Mähren 1614 wurde er als Zweiundzwanzigjähriger Rektor der Brüderschule, 1616
Prediger und schließlich 1632 Bischof der böhmischen Brüdergemeinde, eines protestantischen Zweiges. Er trat besonders als Leiter des dortigen Schulwesens hervor.

Seiner Grundüberzeugung, alle müssten in allem unterrichtet werden, um das menschliche Dasein zu bessern, entsprang das Konzept, die Schule zu einer „Werkstätte der Menschlichkeit“ zu machen. Hierzu sollte eine gelöste Unterrichtsatmosphäre beitragen. Unter diesem Gesichtspunkt ist auch die Hinwendung zum Garten als Unterrichtsmilieu zu verstehen.

Johann Amos Komenský, wie sein tschechischer Name lautete, blieb von der religiösen Intoleranz seiner Zeit nicht verschont. 1618 brach in Böhmen der Dreißigjährige Krieg aus, in dessen Folge auch Comenius aus seiner Heimat vertrieben wurde. Über Polen, England, Schweden und Ungarn gelangte er nach Amsterdam, wo er 1670 starb. Noch heute gilt er als großer Pädagoge und seine Ideen bestechen noch immer durch ihre Aktualität.